Über uns

Was ist hier los?
Das hier ist der Protest eines bedrohten Hausprojektes. Die Aktion ist der Schritt in die Öffentlichkeit, um über die Hintergründe, Konflikte und Ziele des Projektes zu informieren.

Wer wohnt hier?
Wir sind eine Hausgemeinschaft, eine 17-köpfige mehrgenerationen Wohn- und Projektgruppe: Studierende, Selbständige, HandwerkerInnen und eine Rentnerin.

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Was war früher hier?
Hier eröffnete 1995 ein gemeinnütziger Verein das erste Hostel Ostdeutschlands. Damals kaufte der Vater eines Mitstreiters das Gebäude um der Gruppe das Projekt zu ermöglichen. Es war ein Ort der Begegnung zwischen Gästen aus aller Welt und den Bewohnern aus der oberen Etage. Der Hostelbetrieb wurde ehrenamtlich von der Projektgruppe geleitet und war nicht profitorientiert. Es entstanden Freundschaften über Generationen hinweg und sogar Familien wurden hier gegründet.

Realistische Utopie???

Realistische Utopie???

Was ist jetzt?
Heute ist das Hostel geschlossen. Die Räume sind nun Teil einer großen Hausgemeinschaft. Diese mietet die beiden Obergeschosse und verwaltet die Zimmervergabe selbst. Eigentümer und Sohn wollen nach 20 Jahren Projektzeit ein Hotel mit Kaffeebetrieb errichten, deswegen soll die Hausgemeinschaft weichen. Das eigentliche Projekt wäre damit Geschichte.

Woher kommt der Name Hababusch?
Laut einer Geschichte trampte im 17ten Jahrhundert eine Frau namens Liselotte Hababusch von Italien nach Weimar. Möglicherweise traf sie zu der Zeit auch auf Goethe. Möglich ist aber auch eine Fusion des alten Namens der Universität (HAB) und der üppigen Fassadenbewachsung des Hauses.

Warum gibt es kein Hostel mehr?
Der Sohn des Hauseigentümers verfolgte nicht die gemeinschaftlichen Interessen des Vereins sondern seine privaten. Obwohl er der Verwaltung des Hostels nicht gewachsen war, ließ er keine Hilfe von Außen zu. Ein ungenutztes Erdgeschoss, die finanzielle Schieflage und die teilweise Verwahrlosung des Hauses waren die Folgen. Ende 2012 musste das Hostel aus diesen Gründen leider schließen.

Was wollen die Bewohner?
Das selbstbestimmte Projekt soll wieder leben. Darum will die Hausgemeinschaft das Haus kaufen und in Zukunft wieder selbst verwalten. Entstehen soll ein auf Langfristigkeit ausgelegtes Wohn- und Projekthaus, in dem Veranstaltungen, Konzerte und Seminare stattfinden können. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Erdgeschoss. Es soll in Zusammenarbeit mit einem Gastronomen ausgebaut werden, der den kulturellen und gemeinschaftlichen Gedanken des Projektes teilt.

Musik im Innenhof

Musik im Innenhof

Wie? Das Haus kaufen?
Der Kauf erfolgt über das Mietshäusersyndikat aus Freiburg. Dabei wird das Haus über eine GmbH erworben, deren Gesellschafter der Hausverein und das Syndikat mit je einem Anteil sind. Der Hausverein besitzt die komplette Entscheidungsgewalt über das Haus. Ein erneuter Verkauf ist nie wieder möglich, da das Syndikat satzungsgemäß niemals einem Verkauf zustimmen wird. Damit ist das Haus nachhaltig vom Immobilienmarkt genommen, und bezahlbarer Wohnraum konserviert. 78 Häuser wurden in Deutschland bereits nach diesem Prinzip umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt über Direktkredite von UnterstützerInnen sowie einem Bankkredit.

Warum scheitert unser Projekt nicht?
Durch den gemeinschaftlichen Kauf gibt es keinen Hausbesitzer und keinen Hauptverantwortlichen. Gemeinschaftliche Entscheidungen und engagierte Menschen schaffen funktionierende und lebendige Projekte und Strukturen. Dafür steht auch das Modell des Mietshaussyndikats, welches schon 78 mal in Deutschland verwirklicht wurde. Daraus entsteht ein Wissenspool und praktische Unterstützung bei konkreten Fragen.

Warum dieser Protest?
Vater und Sohn wollen das Haus nicht verkaufen. Sie halten auch nach langen Verhandlungen an der geplanten kommerziellen Umnutzung des Haues fest. Wir wollen die Aufmerksamkeit auf diese Entwicklung lenken und erhoffen uns mehr Unterstützung von der Stadt, die den Verkauf des Hauses 1996 mit der Nutzung als Hostel erst ermöglichte.

Was bewirkt die Petition?
Die Petition richtet sich an den Hauseigentümer. Er wird dadurch mit seiner sozialen Verantwortung, damals ausgelöst durch den Hauskauf, gegenüber der Bevölkerung und der Stadt konfrontiert. Der Projektgedanke soll mit allen Menschen geteilt und gemeinsam in die Stadtverwaltung getragen werden.

Ähnliche Projekte in Weimar?
Gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten ist kein neuer Gedanke. Auch in Weimar und der Umgebung gibt es schon ähnliche Projekte. Beispielsweise das Gemeinschaftsgut Weimar-Ehringsdorf e.V.,  Genossenschaft Schloss Tonndorf, Wohnopolis Erfurt und weitere kleine und größere Projekte.

Warum braucht Weimar das Hababusch?
Das Hababusch war seit jeher ein Ort des Aufeinandertreffens verschiedenster Menschen und Kulturen. Als solches hat es Weimar bunter und lebendiger gemacht. Weimar braucht ein Haus wie dieses, damit auch weiterhin junge Künstler, Musiker, Studierende, Bürger, Touristen und verschiedenste Initiativen aufeinander treffen können. Weimar braucht eine belebte kulturelle Innenstadt um sich nicht zur inszenierten Geisterstadt von Goethe und Schiller zu entwickeln.

Wie kann ich helfen?
Um dies zu erreichen, sind wir auf Eure Unterstützung angewiesen. Der Hauskauf und damit die Projektrettung braucht einen großen Rückhalt aus der Bevölkerung. Mit einer Unterschrift geben Sie der Hababusch Hausgemeinschaft eine Stimme zur Verwirklichung der Projektidee. Wir sind offen für alle Vorschläge; nehmt Kontakt zu uns auf unter:  kontakt@hababusch.org. Über die Mailingliste bleibt Ihr auf dem Stand der Planung sowie weiteren Veranstaltungen, Treffen und Aktionen.

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